Kontrolle von Einleitstellen: neue Gewässerschutzaufgabe für Limeco
Darum gehts
Limeco übernimmt die systematische Kontrolle von Einleitstellen, an denen Mischabwasser bei Starkregen in Bäche und Flüsse gelangt. Das Team wurde 2025 nach VSA-Richtlinien geschult, um Verschmutzungsspuren zu erkennen. Die Kontrollen ergänzen die bestehende Abwasserreinigung und stärken den Gewässerschutz im Limmattal.
Die zunehmend extremen Niederschläge bringen die Kanalisation und die Abwasserreinigung immer öfter an ihre Kapazitätsgrenzen. Die Folge: Überschüssiges Mischabwasser fliesst ungereinigt in Bäche und Flüsse. An einer Schulung lernte das Team Siedlungsentwässerung von Limeco, die Auswirkungen solcher Entlastungen zu beurteilen und systematisch zu erfassen.
Neue Massnahme für den Gewässerschutz
GEP/VGEP
Das Kürzel GEP/VGEP steht für zwei zentrale Instrumente in der Schweizer Siedlungsentwässerung: Während der Generelle Entwässerungsplan (GEP) die Siedlungsentwässerung auf Gemeindeebene regelt, koordiniert der Verbands-GEP (VGEP) diese Planung über mehrere Gemeinden hinweg. Beide Instrumente unterstützen den Gewässerschutz, indem sie den Zustand der Infrastruktur erfassen, Handlungsbedarf aufzeigen, Optimierungspotenzial nutzen und nötige Massnahmen für das Entwässerungssystem und deren Umsetzung zeitlich festlegen.
VSA
Der VSA ist der Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute. Die führende Fachorganisation in der Schweiz für Gewässerschutz, Abwasserreinigung und Siedlungsentwässerung, die Aus- und Weiterbildungen anbietet, Standards setzt und Interessen vertritt.
«Indem wir Einleitstellen in Bäche und Flüsse gezielt überwachen, haben wir eine gut dokumentierte Grundlage, um noch wirksamer zum Gewässerschutz und zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben beizutragen.»
Thomas Di Lorenzo, Leiter Abwasserwirtschaft bei Limeco

