Kanalinnensanierung in der Grundwasserschutzzone Schönenwerd

Limeco saniert den Hauptsammelkanal 1 unter dem Limmatweg, einen fast 60 Jahre alten Mischabwasserkanal.
Darum gehts

Limeco saniert in Dietikon einen fast 60 Jahre alten Mischabwasserkanal unter dem Quartier Schönenwerd. Die Arbeiten umfassen Reprofilierung, neue Inspektionsschächte und verbesserte Kanalgeometrie. Die erste Etappe wird bis Ende 2026 abgeschlossen — insgesamt erstreckt sich die Sanierung über voraussichtlich zehn Jahre.

Nur mit einer sorgfältig gewarteten Kanalinfrastruktur ist der zuverlässige Schutz von Gewässern und Grundwasser im Limmattal gewährleistet. Deshalb saniert Limeco seit Ende 2024 den Hauptsammelkanal 1 unter dem Limmatweg, einen fast 60 Jahre alten Mischabwasserkanal.

Im Rahmen des generellen Entwässerungsplans auf Verbandsebene (VGEP) führt Limeco regelmässig Zustandserfassungen an den Mischabwasserkanälen durch. Dazu zählen auch die beiden von Limeco bewirtschafteten Hauptsammelkanäle mit einer Gesamtlänge von rund zehn Kilometern.

Saniert wird in den nächsten zehn Jahren der Hauptsammelkanal 1, der das Abwasser von Ober- und Unterengstringen, Schlieren, Urdorf und Dietikon zur Abwasserreinigungsanlage von Limeco leitet. Die Sanierungsarbeiten umfassen die Erneuerung der inneren Schichten des Kanals: Dabei werden die oberen Wand- und Deckenbereiche mit abwasserbeständigem Mörtel reprofiliert sowie die Steinzeugplatten im Gerinne- und unteren Wandbereich ersetzt. Für künftige Inspektionen und Unterhaltsarbeiten in der Grundwasserschutzzone Schönenwerd werden zudem neue Inspektionsschächte mit Dammbalken errichtet. Sie ermöglichen es, das bei Trockenwetter anfallende Abwasser mit geringem Aufwand aufzustauen und den Kanal trockenzulegen.

Wetter verzögert Abschluss der ersten Etappe

Bis Ende 2026 laufen die Arbeiten im besonders sensiblen Abschnitt innerhalb der Grundwasserschutzzone Schönenwerd in zwei Etappen. Der Abschluss der ersten Etappe war ursprünglich auf Oktober 2025 geplant. Doch häufige und intensive Niederschläge führten zu mehreren Unterbrechungen: Trotz der provisorischen Umleitung über oberirdische Rohre kam es wiederholt zu Flutungen des Kanals. Das Sanierungsteam musste die Arbeiten stoppen und das gesamte Baumaterial aus dem Kanal abtransportieren. Erst nach der gründlichen Reinigung des Kanals war eine Wiederaufnahme der Arbeiten möglich.

«Wir haben mit der Kanalinnensanierung Ende 2024 im Gebiet Schönenwerd begonnen, da dieser Abschnitt in einer besonders sensiblen Gewässerschutzzone liegt. Die Sanierung schützt die Gewässer und bewahrt das Grundwasser vor Verschmutzungen.»

Joana Leitão, Leiterin Siedlungsentwässerung bei Limeco
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