Neue KVA 2034: Mehr Kapazität und bessere Abgaswerte

Aus KVA und ARA entsteht bis 2034 resp. bis 2050 das Limmattaler Energiezentrum LEZ.
Darum gehts

Limeco plant bis 2034 eine neue Kehrichtverwertungsanlage im Limmattaler Energiezentrum. Die Kapazität steigt von heute rund 95’000 auf 160’000 Tonnen pro Jahr. Die Anlage wird mit moderner Rauchgasreinigung ausgestattet und ist designt für Carbon Capture and Storage (CCS) — ein zentraler Baustein für klimaneutrale Abfallverwertung.

2034 erreicht die Kehrichtverwertungsanlage von Limeco das Ende ihrer Lebensdauer. Die neue KVA im Rahmen des Projekts Limmattaler Energiezentrum LEZ erhöht die Verwertungskapazität, verbessert die Abgaswerte und schafft die technischen Voraussetzungen für eine mögliche künftige CO2-Abscheidung.

Im Zentrum der LEZ-Planung – und damit auch der neuen KVA – stehen die langfristigen Anforderungen an die Wärmeauskopplung, die Netzstabilität und die Versorgungssicherheit im Limmattal. Die neue KVA wird gemäss kantonaler Abfallplanung die heutige Kapazität von 95’000 Tonnen auf 160’000 Tonnen pro Jahr erhöhen. Damit kann Limeco saisonale Schwankungen besser ausgleichen und die Effizienz, die Auslastung sowie die Einlieferpreise optimieren.

Drohnenaufnahme der heutigen KVA in Dietikon

Prüfung weiterer Technologien

Im Vergleich zur heutigen Anlage lassen sich mit der neuen KVA dank katalytischer Rauchgasreinigung vor allem Stickoxide (Nox-Werte) im SNCR-Verfahren (Selektive Nicht-Katalytische Reduktion) reduzieren. Auch wenn die Grenzwerte bereits heute unterschritten werden, bringen weitere Senkungen stets einen ökologischen Vorteil.

Die neue KVA soll zudem CCS-ready (Carbon Capture and Storage) designed sein. Damit wären die Grundlagen gegeben, um CO2 aus dem Rauchgas abzuscheiden und es in weiterer Folge anderen Anwendungen zuzuführen oder zu speichern. Da in der Schweiz erst eine Prototypanlage gebaut werden soll, um Erfahrungen zu sammeln, die Technologie noch teuer ist und die Finanzierung schweizweit noch in Abklärung ist, wird das Projekt vorerst nur als CCS-ready (also optional) geplant.

Ebenso prüft Limeco die Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit von Technologien wie Hochtemperaturspeicher oder Power-to-X-Anwendungen, die ebenfalls energetische und ökologische Vorteile bieten.

«Mit der neuen KVA wird Limeco ab 2034 die Verwertungskapazität erhöhen, die Abgaswerte weiter verbessern und gleichzeitig die technischen Voraussetzungen für eine mögliche künftige CO2-Abscheidung schaffen.»

Rebecca Rass, Leiterin Thermische Verwertung bei Limeco